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Partnerschaften
Im letzten Schuljahr wurde die Idee geboren, mit einer Schule aus Polen einen engeren Kontakt zu knüpfen und eine Partnerschaft aufzubauen. Da kam ein Angebot, die bestehende Partnerschaft der Samtgemeinde Gellersen mit der Gmina Szczecinek zu nutzen, um eine Zusammenarbeit mit einer polnischen Schule zu beginnen. An einer Austauschfahrt der Samtgemeinde Gellersen, an der auch die Grundschule Westergellersen teilnahm, die schon seit längerem einen engen Kontakt nach Szczecinek pflegt, nahmen von der Hauptschule Oedeme die Lehrkräfte Frau Lohmann und Herr Sprockhoff teil. Ihr Auftrag war Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten auszuloten, ob und wie eine Zusammenarbeit mit einem polnischen Gimnazjum aussehen könnte. Diesen Auftrag auszuführen war eine wahre Freude. Gastfreundlich, zuvorkommend und interessiert wurden wir aufgenommen. Mit offenen Armen wurden wir am Donnerstag Abend empfangen und uns wurde das Gimnazjum in Turowo, ein Dorf in der Nähe von Szczecinek gezeigt. Geschafft von der langen Busfahrt waren wir froh, im Hotel in die Betten zufallen, um am Freitag Vormittag die Schule, den Unterricht, die Kollegen und die Schülerinnen und Schüler kennenlernen zu können.
Geprägt von Offenheit und Interesse verbrachten wir einige sehr angenehme Tage in Polen und fuhren mit der Gewissheit nach Hause, dass dieser Austausch mit Erfolg stattfinden wird.
Einige Wochen später bekamen wir Besuch aus Polen. Eine offizielle Delegation, diesmal noch ohne Schüler kamen nach Westergellersen und Lüneburg, schauten sich unsere Schule und unsere Stadt an. Im Rahmen dieses Besuches wurde unser Schüleraustausch ganz offiziell besiegelt.

Erstes Treffen der Schüler
Am 21.Mai 2008 war es dann soweit. Der erste Besuch der polnischen Schülerinnen und Schüler mit Lehrern und einigen Eltern stand an. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die im Rahmen einer AG sich auf den Austausch vorbereitet haben, freuten sich sehr auf den Besuch und waren auch natürlich dementsprechend nervös. Wer nimmt denn wen mit nach Hause, was sollen wir mit unseren Gästen machen. Einige organisierten für das Mittagessen und den Nachmittag in den Familien polnische Bekannte, damit die Sprache keine Barriere darstellt.
Gemeinsam mit der Grundschule Westergellersen und der Samtgemeinde Gellersen wurde im Vorfeld ein Programm auf die Beine gestellt, das viel Spaß und Abwechslung für alle bot. Ein Stadtrundgang am Freitag, geführt von Schülern aus Lüneburg, ein gemeinsames Mittagessen der polnischen und deutschen Schülerinnen und Schülern in den deutschen Familien und eine gemeinsame offizielle Feier am Freitag Abend in Westergellersen waren die Punkte am Freitag. Am Samstag folgte bei strahlendem Sonnenschein ein Ausflug in die blühende Heide.

Shopping in der Stadt war ein Highlight am frühen Nachmittag vor allem für die polnischen Kinder. Spaß und Action versprach der anschließende Besuch im Salü und ein Pizzaessen am Abend mit Lehrern und Eltern.
Am Sonntagvormittag gingen wir ins Salzmuseum. Hier stand Stadtgeschichte im Mittelpunkt. Einige Schülerinnen und Schüler aus Lüneburg und Polen gestalteten einen gemeinsamen Workshop zum Thema „Lernen über Ländergrenzen“.
Am Sonntagnachmittag waren sportliche Wettkämpfe angesagt. Polen und Deutsche, Kinder und Erwachsene bewältigten gemeinsam einen Parcours, der von Vereinen aus der Samtgemeinde Gellersen im und um das Schützenhaus in Kirchgellersen aufgebaut war. Bogenschießen, Puzzeln, Lichtpunktschießen und Sackhüpfen waren nur einige der Aufgaben, die möglichst erfolgreich zu bewältigen waren.
Abgerundet wurde der ganze Besuch durch ein gemeinsames Abendessen und einer sehr angenehmen Abschlussrunde und Auswertung mit Eltern, Schülern und Lehrern.
Am Montag in der Frühe fuhren unsere polnischen Gäste wieder zurück, nicht ohne uns zu sagen, dass wir uns mit dem Gegenbesuch nicht zuviel Zeit lassen sollten.

Ein bisschen Zeit ließen wir uns allerdings doch, denn der nächste gemeinsame Termin war der 29. Oktober. Wir charterten einen Bus und fuhren mit der Grundschule Westergellersen gemeinsam nach Turowo. Nach einigen Startschwierigkeiten (vergessene Ausweise) ging es gegen halb neun los. Aufgeregt aber auch voller Vorfreude auf das Neue und Unbekannte was uns in den nächsten Tagen erwarten wird, gingen wir die neunstündige Busfahrt an. Ziemlich erschöpft kamen wir am Donnerstagabend an und wurden sehr herzlich empfangen. Nachdem wir gegessen hatten und unsere Unterkünfte bezogen hatten wurde uns ein Theaterstück vorgeführt, dass sich mit der Tradition des Feiertages Allerheiligen beschäftigt hat, der am Sonntag als sehr hoher katholischer Feiertag begangen wurde. Der erste ganze Tag in Polen war der Freitag.
Gina aus der 9a hat ihn so erlebt:
„Zuerst waren wir in der Schule.Wir wurden in je 2 Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe ging zuerst in den Matheunterricht. Sie haben dort eine Stunde zugeschaut. Die 2. Gruppe ging in den Physikunterricht. Dort wurde mit einer Flasche und einen Föhn ein Experiment gemacht. Sie haben die Flasche mit Wasser gefüllt und dann angefönt. Es war ziemlich interessant. Nach einer Stunde haben wir den Unterricht gewechselt. In der 5 Minuten Pause haben sich alle auf den Fußboden vor dem Klassenraum gesetzt und auf die Lehrerin gewartet. Der Mathe unterricht war auch ganz gut. Sie hatten das Thema: Dreisatz . Nach der Mathestunde bekamen wir einen Vortrag über die Stadt Szczecinek und über die Umwelt der Stadt. Sie haben uns erzählt wie viele Einwohner dort leben , wann die Stadt gegründet wurde usw. Sie haben uns auch etwas über die Umwelt in Szczecinek erzählt. Man hat uns erzählt das die Kastanien in der Region sehr stark von Kastanienminier Motten angegriffen wurde. Wir haben nach diesen Vortrag beschlossen , das wir alle gemeinsam , nach dem Mittagessen , in einen Wald fahren um dort den Laub aufzuharken. dadurch entstehen weniger dieser Larven und das Risiko , dass die Bäume absterben , sinkt. Jede kleine Gruppe sollte einen blauen Müllsack Laub harken. Anschließend , nach einer Stunde, sind wir zusammen in eine Müllfabrik gefahren. Dort hat man uns gezeigt , wie der Müll verbrannt wird , wie man ihn richtig sortiert. Beeindruckend zu sehen war, dass die Müllsortierung in dieser Anlage an einem langen Förderband noch per Hand geschieht.
Es hat da unheimlich gestunken. Nach 2 Stunden sind wir dann in die Stadt Szczecinek gefahren .Wir durften in kleinen Gruppen alleine durch die Stadt. Die Stadt war sehr schön. Es gab viele Geschäfte dort. Nach 2 Stunden haben wir uns alle wieder getroffen und sind wieder in die Schule gefahren . Als wir ankamen gab es gleich Abendbrot.
Danach hatten wir Freizeit, aber nur bis 10 Uhr, weil wir ab 10 Uhr im Bett sein sollten ;) offiziell!!“

Der Samstag war, wie es in Polen üblich ist, sehr voll mit Inhalten und Programm. Dennoch hatten wir Zeit in der Stadt einzukaufen und auf eigene Faust Szczecinek zu erkunden. Wir besichtigten die große Holzverarbeitungsfabrik in Szczecinek, der wichtigste Arbeitgeber in der Region. Wir fuhren gemeinsam in ein Jugendcamp an einem See, um eine polnische Schülerolympiade gemeinsam mit den polnischen Schülern zu machen. Anschließend ging es zurück nach Szczecinek, wo wir die sehr beeindruckenden Gebräuche an Allerheiligen sehen durften. Alle Menschen gehen an diesem Tag zum Friedhof, um ihren verstorbenen Angehörigen zu gedenken. Es werden Kerzen angezündet und die Familie ist zusammen. Daher ist es sehr bemerkenswert, dass sich unsere polnischen Gastgeber auch an diesem Tag so intensiv um uns gekümmert haben.

Am späten Nachmittag gingen wir alle gemeinsam in ein gemütliches Restaurant und aßen gemeinsam Pizza.
Als wir wieder in die Schule zurückkamen erwartete die Schüler noch etwas, womit sie nicht gerechnet hatten. Sie wurden in die polnischen Familien zum Abendessen mitgenommen. Da war die Aufregung aber groß und sie waren sogar ein bisschen ängstlich. Das war aber mehr als unbegründet. Beeindruckt von der Gastfreundlichkeit und dem was sich hinter den Häuserfassaden befand kamen alle zufrieden und mit neuen Freunden wieder zurück, wo ein Sportparcour in der Schule stattfand. Deutsche und Polen, Große und Kleine mussten sich gemeinsam sportlichen Herausforderungen im Schulgebäude stellen.
Der absolute Höhepunkt dieses sportlichen Abends war aber zweifelsohne der Schwimmflossenwettlauf der drei Schulleiter.


Der Abend wurde sehr sehr lang und sogar ein Mitternachtsmahl der Lüneburger Schüler und ihrer Lehrer wurde noch eingenommen.
Müde und geschafft schleppten wir uns am Sonntag zum Frühstück, aber wir wussten, die Fahrt nach Hause wird lang und wir können uns da ausruhen.
Der Abschied fiel vor allem den Schülern sehr schwer, aber auch wir Lehrer freuen uns auf ein Wiedersehen, ob in Deutschland oder in Polen.
Wie die Schüler die Fahrt fanden? Ich glaube niemand wurde enttäuscht und alle sammelten Erfahrungen, die schön waren die ihnen niemand mehr nehmen kann.
Wie ich die Fahrt fand? Super, wir hatten die ganze Zeit über niemals Streit, weder innerhalb der Schülerschaft, noch wir Lehrer mit den Schülern. Eine ganz tolle Atmosphäre, sehr gastfreundliche und nette Menschen und sehr viel interessante Dinge – das reicht eigentlich gar nicht, die Fahrt zu beschreiben. Einfach einige tolle Tage mit netten Menschen – solche Fahrten wünscht man sich als Lehrer öfter!!! Ich hoffe auf eine nächste Fahrt, die ähnlich gut werden wird.
Malte Sprockhoff – Lehrer an der Hauptschule Oedeme
Meinungen einiger der Schüler, die mitgefahren sind
Gina:
Ich fand es in polen eigentlich gut.
Am besten fand ich es, als wir alle gemeinsam in der Stadt waren.
Weil wir dann endlich mal was von der Stadt sehen konnten und wir Zeit für uns alleine hatten. Das Pizzaessen war auch sehr gut.
Aber ich mochte es nicht , als wir in der Mülldeponie waren,
weil es da sehr gestunken hat .
Michelle:
Ich fand es in polen eigentlich gut.
Am besten fand ich es, als wir alle gemeinsam in der Stadt waren.
Weil wir dann endlich mal was von der Stadt sehen konnten und wir zeit für uns alleine hatten. Das Pizzaessen war auch sehr gut.
Am Letzten Abend haben wir uns dann noch mehr mit den Polen angefreundet . Haben Musik gehört und getanzt .
Ich fand denn Sohn von dem Schulleiter der Grundschule extrem Lustig . (:
Weiss selber nicht warum . :D
Das Laub hacken am Freitag muss ich zu geben hat spaß gemacht . Auch wenn ich erst so ruhmgemotzt hatte .
Naja, die Müllheide war ja nicht gerade so der Knüller . Das hat dort richtig gestunken. Das war aber auch eigentlich der einzig Negative an der Fahrt .
Sandra:
Ich fand die Polenfahrt sehr gut .
Es waren alle nett zu mir wir haben uns nicht oft gestritten .
Na gut das essen war nicht so gut aber sonst war alles gut besonders da wo wir Pizza essen waren das war gut in den Gastfamilien waren auch sehr nett.
Die Polenfahrt war sehr schön .
Irina:
Also ich fand es richtig gut in polen, weil es da richtig spaß gemacht hat die Schüler waren da sehr nett. Die haben uns da richtig gut aufgenommen und sogar versucht mit uns auf deutsch zu sprechen auch wen es für manche sehr schwer war. Ich fand es gut das die Schüler da sehr lange mit uns in der schule waren und uns beschäftigt haben so das wir nie langweile hatten.
Ich fand es nicht so gut das wir in der Müllfabrik waren, weil es da so gestunken hat
Mandy:
Ich fand die Polenfahrt sehr schön.
Bloß das mit der Mülldeponie war nicht so schön.
Sonst war alles gut die Schüler waren sehr nett in Polen. Ich fand es sehr gut, dass die Tische nicht so bemalt sind so wie bei uns. Das Beste an der Polenfahrt war die neue Sporthalle die ist so toll die viel besser als die von uns.

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